Bamberg: Klein-Venedig mitten in Bayern

Verzierungen am Rathaus

Ich saß fasziniert vor der ZDF Reportage „Deutschland von oben“, die Mitte des Jahres 2011 in HD ausgestrahlt wurde. Im ersten Teil dieser Sendung konnte man tolle hochauflösende Aufnahmen aus einem Zeppelin sehen, der sich über verschiedenen Regionen Deutschlands befand.
Unter den Aufnahmen befanden sich auch Bilder von Bamberg.

 

Ich hatte schon viel über diese beeindruckende Stadt gehört, bin aber vor dieser Sendung nie selbst dort gewesen. Die Luftaufnahmen von Bamberg ließen keinen Zweifel an der Schönheit dieser alten Kaiser- und Bischofsstadt. Nicht umsonst wurde Bamberg im Jahr 1993 in die UNESCO-Liste des Welterbes der Menschheit aufgenommen.

Die ZDF Sendung war kaum vorbei, da stand die Planung für das darauffolgende Wochenende fest. Es geht in Richtung Bayern, nach Bamberg.

Rathaus

Es war ein wunderschöner Sommertag. Unser Stadtrundgang startete am Alten Rathaus, das im wahrsten Sinne des Wortes inmitten der Regnitz steht.

Das Bild des sprudelnden Wassers, das dieses Rathaus umspült, und die zahlreichen Touristen auf den Brücken – so sehen postkartenreife Aufnahmen von Bamberg aus.

Das Alte Rathaus wurde im 15. Jahrhundert als gotischer Bau errichtet und später im  18. Jahrhundert im barocken Stil erneuert. Vom Rathaus aus ist es nicht weit bis zur Inselstadt.

Klein-Venedig

Die „Inselstadt“ bildet einen Kernpunkt der Stadt, der eine besondere Fasination ausstrahlt. Diese nicht umsonst als „Klein-Venedig“ bezeichnete Region der Stadt besticht mit historischen Fassaden direkt am Wasser, dicht aneinander gedrängt und doch jedes Haus als solches ein Unikat und Zeuge vergangener Tage.

Man kann sich kaum an den vielen kleinen Details der Hausfronten und kleinen Gärten satt sehen.

Domberg

Ein ganz anderes Bild gibt der Domberg von Bamberg mit seinen grandiosen Bauwerken wie dem Dom, der Neuen Residenz, der Babenburg und der St. Michael Kirche. Es ist ein kleiner und kaum beschwerlicher Anstieg hinauf in die Bergstadt und man wird mit einem tollen Blick über Bamberg belohnt.

Bamberg, das war wie Liebe auf den ersten Blick. Verträumte Gassen, belebte Straßencafes, Rosen in allen Farben, Kanufahrer und Scharen von Enten auf den Kanälen, alte ehrwürdige Gebäude in der Altstadt und Brücken, die zum Verweilen über dem Wasser einladen.

Bamberg wird auch als fränkisches Rom bezeichnet und wenn man in die Stadt kommt, dann kann man verstehen, wo dieser Beiname herkommt. Mich haben Regionen der Stadt sofort an das französische Strasbourg erinnert, das ich besonders wegen der Kanäle und des besonderen Flairs liebe.

Der Besuch von Bamberg ist eine riesige Empfehlung wert, selbst wenn man nur einen Tag Zeit hat und natürlich nicht alle Sehenswürdigkeiten ansteuern kann. Sie gehört für mich zu den schönsten Städten Europas.

Bamberg

Der Aachensee – das Tiroler Meer

Schiffsanlegestelle

Der bei deutschen wie auch österreichischen Touristen beliebte Aachensee ist mit einem Wasservolumen von fast 500 Millionen Kubikmetern der größte See Tirols. Im Norden Österreichs inmitten einer alpenländischen Bilderbuchlandschaft gelegen ist der Aachensee mit seinen vielfältigen Möglichkeiten für Wassersport und Wandern zum Besuchermagneten in der Hochsaison geworden. Die Ortschaften Pertisau, Aachenkirch, Maurach und Buchau liegen um den See verteilt und bieten zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in kleineren und größeren Hotels an.

Aachensee

Der Aachensee liegt sehr idyllisch auf dem Weg vom Tegernsee in Deutschland über den Aachenpass hinüber nach Österreich in Richtung Innsbruck.

Die Gebirgsstrasse verläuft einige Kilometer entlang des Sees und man kann von ihr aus die wunderbare türkis-farbene Wasserfläche sehen. Mit ein wenig Glück kann man die Dampfzüge der Kleinbahn auf ihrem Weg vom Aachensee hinein in die Gebirgslandschaft sehen.

Oder man beobachtet eine der Seil- oder Kabinenbahnen, die das Wandern in den Höhenlagen auch für weniger sportliche Touristen ermöglicht. Die Karwendel-Bergbahn startet in Pertisau, einem wunderschönen Ort am Aachensee, der mit zahlreichen in die Landschaft passenden Hotels und Restaurants aufwartet. Unweit von Pertisau liegt Maurach. Auch hier ist der Talpunkt einer Seilbahn, der Rofanseilbahn.

Der höchste Berg in der Ferienregion Achensee ist der Sonnjoch im Karwendelgebirge, der mit 2.457 Metern die Spitzen der umgebenden Berge überschaut. Der Alpenpark Karwendel ist das größtes zusammenhängende Schutzgebiet der Nördlichen Kalkalpen und damit auch größter Naturpark Österreichs.

Ferien am Aachensee empfehlen sich besonders für alle, die Natur, Wandern und Radfahren lieben. Gerade Familien mit wander- und sportfreudigen Kindern werden die Möglichkeiten schätzen, die die Region rings um den Aachensee bietet.

Baden im glasklaren See ist möglich, allerdings sind die Temperaturen selbst in den Sommermonaten nicht gerade sehr hoch. Alternativ gibt es aber in einigen Hotels kleine Schwimmbäder, die teilweise auch von Gästen angrenzender Hotels genutzt werden dürfen.

 

 

Ein Tag in Venedig

Venedig

Venedig – die Traumstadt mitten im Wasser. Es gibt kaum eine Stadt in Europa, deren Namen so viele Emotionen und Träume hervorruft wie diese Stadt im Herzen von Italien. Diese faszinierende Mischung aus Geschichte, Kultur, Kunst und Romantik gibt es nur an wenigen Plätzen unserer Welt. Kann man die Stadt umfassend erkunden, wenn man nur einen Tag für Venedig zur Verfügung hat?

Vor meiner ersten Reise nach Venedig vor vielen Jahren war ich eher in der Erwartung, dass vielleicht diese romantischen Vorstellungen einer Traummetropole beim ersten Besuch enttäuscht werden. Aber es trat nicht ein. Schon in den ersten Minuten des Bummels durch die schmalen Gassen, beim Überqueren der ersten Brücke über einem der über 175 Kanälen war ich gefangen von dem Zauber dieser Stadt.

Ich bin oft gefragt worden, wie lange man für eine Reise nach Venedig einplanen sollte. Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, da ein jeder Besucher seine eigenen Vorstellungen und Ziele hat. Natürlich sollte man sich so viel Zeit in Venedig gönnen, wie man sich nehmen kann. Allerdings kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass auch ein kurzer Abstecher für ein bis zwei Tage, z.B. bei einer Rundreise durch Italien, sehr lohnenswert sein kann. Dabei muss man auch nicht unbedingt direkt in der Altstadt übernachten, da die Preise für Hotelübernachtungen besonders in der Hochsaison sehr hoch sind. Die Anfahrt zu den manchmal in kleinen Gassen gelegenen Hotels ist oft nicht einfach und das Tragen der Koffer kann sich dann doch zu einem kleinen sportlichen Ereignis entwickeln.

Deutlich preiswerter sind in der Regel Hotels auf dem Festland, z.B. in Mestre oder Campalto. Die Entfernungen nach Venedig betragen nur wenige Kilometer und die Bus- und Zugverbindungen in die Innenstadt von Venedig sind sehr gut.

Bei meinem letzten Besuch sind wir an einem sonnigen Oktobertag gegen 14 Uhr in Mestre eingetroffen, anschließend mit dem Linienbus nach Venedig gefahren und gegen Mitternacht wieder im Hotel in Mestre gewesen. In diesen 10 Stunden konnte man sehr viele Sehenswürdigkeiten sehen und Eindrücke sammeln.

Begleiten sie mich einfach kurz auf dieser Tour in einem Zeitraffer.

Mit dem Bus zur Piazzale Roma in Venedig

Kanal

Der Linienbus bringt uns bis zur Piazzale Roma, einem Platz am Rande des historischen Venedig. Schon die Anfahrt zur Lagunenstadt ist ein Erlebnis, besonders wenn es die erste Reise nach Venedig ist. Der Piazzale Roma ist ein belebter Platz – der Busbahnhof, der nahe Zugbahnhof und die Anlegestelle der Wassertaxis, alles kommt hier zusammen.

Der Platz ist der ideale Startpunkt für unseren Spaziergang durch Venedig.

Entspannter Bummel vom Piazzale Roma zum Piazza San Marco

Natürlich haben wir uns im Hotel eine Stadtkarte geben lassen, oder noch besser, wir haben uns bereits in Deutschland einen Stadtführer gekauft. Es gibt in Venedig, abgesehen von Wasserstraßen, nur eine einzige richtige Straße. All die anderen Wege sind Gassen, meist sehr romantisch und schmal.

An fast allen Kreuzungspunkten oder Ecken sind Schilder angebracht, die den Touristen die Wege zu den wichtigsten Punkten in Venedig zeigen. Daher muss man sich nicht zwingend an einen bestimmten Weg halten. Es ist am schönsten, wenn man sich auch ein wenig treiben lässt. Wirklich verirren kann man sich nicht.

Gassen und Brücken

Empfehlenswert ist ein Stadtbummel vom Busbahnhof zum Markusplatz, den man natürlich unbedingt bei einem Tagesausflug gesehen haben muss. Auf diesem Weg durch die Altstadt passiert man am auf halben Wege am besten die Rialtobrücke über dem Canal Grande.

Man kommt ohnehin unweigerlich über viele kleine Brücken, durch kleine Gassen, schönen Plätzen, an unzähligen Strassenrestaurants, wunderbaren alten Häusern und Fassaden vorbei. Es ist müßig, darüber zu philosophieren, welche davon am schönsten sind.

Rund um Rialto

Rialto

Der Rialto ist das Herz des Stadtteils San Polo. Dies ist die eigentliche Keimzelle des alten Venedigs. Von hier aus hat sich die Stadt erweitert. Neben dem Markt ist die Rialto-Brücke das Wahrzeichen dieses Teils von Venedig.

Kaum eine Postkarte von Venedig kommt ohne dieses Foto aus. Hier am Canale Grande kann man unzählige Boote und Gondeln beobachten oder einfach selbst eine Tour unternehmen.

Es ist nicht unbedingt billig, aber mehr Romantik können sie ihrer Partnerin an diesem Tag kaum bieten.

Je nach Weg und Verweildauer an einzelnen Plätzen muss man 2 – 3 Stunden bis zum Markusplatz einplanen.

Piazza San Marco – der Markusplatz

Der Markusplatz ist nicht nur das Herzstück des Stadtteils San Marco, er ist sicher auch der bekannteste Platz, der sich mit dem Namen Venedig verbindet. Man muss ihn gesehen haben, mit all den ehrwürdigen Gebäuden, den tausenden an Touristen und Tauben. Hier spürt man den Pulsschlag von Geschichte und Kultur, besonders wenn man die Chance hat, an einem Konzert der Klassik oder Moderne teilzunehmen. Aber selbst dann, wenn keine große Veranstaltung stattfindet, wird man besonders in den Abendstunden mit kleinen Konzerten an verschiedenen Punkten des Platzes unterhalten.

Man sollte auf jeden Fall einige Zeit am Abend an diesem faszinierenden Platz verbringen. Das Flair ist unbeschreiblich und wenn man, wie ich, noch ein Fotostativ dabei hat, dann gelingen vielleicht auch noch ein paar schöne Nachtaufnahmen.

Markusplatz

 

 

Nacht in Venedig

Den Rückweg zum Busbahnhof tritt man am besten mit einem der Linienschiffe an. Da diese alle paar Hundert Meter anhalten dauert dies zwar ein Weilchen, aber man kann sich dann den doch recht langen Fußweg ersparen.
Es endet ein wunderschöner Tag in Venedig.

Frohes Fest! Merry Christmas! Buon Natale! Joyeux Noël!

Wenn sie gerade auf Urlaubsreise irgendwo in Europa sind, dann wünschen wir ihnen viel Abwechslung, Kultur und Erlebnisse auf ihrer Tour.

Sollten sie das Weihnachtsfest zuhause mit Familie und Freunden verbringen und ihren Urlaub für die nächsten Monate planen, dann sehen wir uns sicher bald wieder hier auf unserem Blog rings um Europa.

Egal wo sie gerade sind, die Autoren des neu eröffneten Blogs von Europa-Reisetipps.de wünschen allen Lesern und Reisefreudigen innerhalb und außerhalb von Europa ein wunderschönes und besinnliches Weihnachtsfest.

 

 

Schloss Pillnitz in Dresden

Schloss Pillnitz

Sachsen ist eine der Regionen Deutschlands, die mit einer Vielzahl von wunderbar erhaltenen Schlössern und Burganlagen aufwarten kann. Kulturinteressierte, aber auch dem Prunk verfallene, Herrscher haben Sachsen über viele Jahrhunderte eine Vielfalt an architektonischen Highlights beschert, die auch heute noch in jedem Jahr Hundertausende von Besuchern in den Freistaat Sachsen locken.

Ein der sicher schönsten Anlagen am Ufer der Elbe ist das Schloss Pillnitz mit seinen weitläufigen Parkanlagen. Die Schlossanlage, die hauptsächlich durch die Ideen und dem Geld August des Starken geprägt wurde, ist in seinem heutigen Erscheinungsbild das Resultat einer fast 100-jährigen Bau- und Gestaltungszeit. Der unübersehbare Einfluss der damals in Mode gekommenen asiatischen Elemente gibt dem Schloss ein Flair, das man man in ähnlichen Bauten der Zeit in Sachsen auch wiederfindet. Diese als Chinoiserie bezeichneten Aspekte der Baukunst sind durch damalige Erzählungen, Berichte und Zeichnungen von China-Reisenden in die Architektur eingeflossen, ohne dass die Bauherren selbst meist gar keine Zeitt in Asien zugebracht haben.

Kamelie

Die Parkanlage unterteilt sich in verschiedene Segmente, wobei man sich besonders für den Englischen Garten und den Barocken Garten Zeit nehmen sollte. Neben den vielen alten und beeindruckenden Bäumen ist die Pillnitzer Kamelie die ungebrochene Hauptattraktion des Englischen Gartens. Sie ist mittlerweile über 200 Jahre alt und mit neun Metern Höhe und über 30000 Blüten ein extrem beeindruckendes Exemplar der exotischen Planzenwelt. Die Kamelie ist bereits vor 100 Jahren mit einem schützenden Glashaus umgeben worden und konnte sich trotz eines Brandes innerhalb des Hauses über die Jahrzehnte weitgehend ungestört entwickeln.

Für die Parkanlage Pillnitz sollte man sich auf jeden Fall einige Stunden Zeit nehmen. Da Dresden eine ganze Reihe von Schlössern ganz in der Nähe von Pillnitz zu bieten hat und die Stadt selbst natürlich auch vor Sehenswürdigkeiten strotzt kann man dort einige Tage mit der Erkundung kultureller Höhepunkte verbringen.

Das Schloss Pillnitz hat ein sehr schönes Hotel und im Ort gibt es noch einige empfehlenswerte Unterkünfte, so dass die Suche nach Unterkünften verschiedener Preisklassen kein Problem sein sollte.

Pillnitz Panorama