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Leipzig auf die Dächer geschaut

Blick vom City-Hochhaus auf Leipzig
Blick vom City-Hochhaus auf die Altstadt von Leipzig

Das sächsische Leipzig gehört neben Städten wie Dresden und Jena mit Sicherheit zu den schönsten Metropolen in den neuen Bundesländern. Die Innenstadt hat in den letzten zwei Jahrzehnten ihren alten Glanz und die Anziehungskraft wiedergewonnen, die sie über Jahrhunderte hatte. Große Dichter wie auch Goethe haben diese Stadt mit Versen und Lob überzogen und nicht umsonst haben Restaurants wie Auerbachs Keller ihren Platz in großen Werken des Dichters gefunden.

Allerdings muss man sagen, dass die Stadt auch in den Jahren der DDR nicht komplett vernachlässigt wurde. Leipzig war damals nicht nur zweitgrößte Stadt, sondern war auf Grund der Leipziger Messe auch eine Art Vorzeigestadt des Ostens. Die Messetätigkeit zog zahlreiche Besucher aus Ost und West nach Leipzig.

Auch wenn die Messen in Leipzig ihre damalige Anziehungskraft teilweise verloren haben so sind es heute die Stadt, die zahlreichen Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen und die herzlichen Einwohner, die nicht nur durch ihre sächsische Mundart die typische Gemütlichkeit dieser Region ausstrahlen.

Leipzig hat heute reichlich 500.ooo Einwohner, die Wirtschaft in Stadt und Umland floriert und viele große Konzerne investieren hier. Neben der wirtschaftlichen Anziehungskraft sind sicher auch die hohe Lebensqualität und die interessante Umgebung ein Grund dafür.

Wer sich Leipzig und Umland auf einen Blick anschauen möchte, dem kann ich den Besuch des City-Hochhauses direkt am Augustusplatz empfehlen. Die Aussichtsplattform im 31. Stock, in immerhin 120 Metern Höhe, erlaubt einen faszinierenden Panoramablick über die sächsische Metropole bis weit hinein in das Hinterland von Leipzig. Die Innenstadt liegt dem Betrachter fast wörtlich vor den Füßen und man sieht auch Sehenswürdigkeiten wie das Völkerschlachtdenkmal wie in einer Modellausstellung vor sich liegen.
Parken kann man direkt vor dem City-Hochhaus in der Tiefgarage unter dem Augustusplatz. Dort sind übrigens auch gleich das Gewandhaus und die Leipziger Oper.

Leipzig

Schiefer Turm von Bautzen

Turm

Man sieht es nicht sofort auf den ersten Blick, aber der Bautzener Reichenturm hat bei einer Turmhöhe von 56 m immerhin eine Neigung  von 1,44 m nach Nordwest. Daher wird er auch gern als „Schiefer Turm von Bautzen“ bezeichnet, auch wenn er natürlich nie den Bekanntheitsgrad stärker geneigter Vorbilder in Italien erreicht hat.

Der Reichenturm wurde 1490 durch Johann Christoph von Naumann erbaut. Die Neigung wurde erst relativ spät bemerkt und dann in der Mitte des 18. Jahrhunderts untersucht. Damals erarbeitete Vorschläge zur Stabilisierung wurden in der Form nie umgesetzt. Allerdings konnte im Jahr 1954 die Neigung durch eine verstärkte Befestigung des Fundaments unterbunden werden. Heute gilt das Bauwerk als sicher und ungefährdet.

Der Reichenturm steht am Kornmarkt am östlichen Rand der Altstadt. Der Aufstieg auf den Turm ist auf jeden Fall lohnenswert, denn von der Aussichtsplattform bietet sich ein wunderbarer Blick auf die Bautzener Altstadt und die nähere Umgebung.

Weit im Osten von Sachsen gelegen ist auch die Stadt Bautzen selbst nicht wirklich weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Aber sie hätte es verdient, denn neben den zahlreichen Türmen, einer wunderbar erhaltenen Altstadt, vielen Museen und Kirchen gilt Bautzen als das kulturelle Zentrum der Oberlausitz.

Bautzen

Die Stadt der vielen Türme Bautzen liegt unweit der Städte Dresden und Görlitz. Bei einer Rundreise durch Sachsen sollte sie auf jeden Fall mit im Programm stehen. Parkmöglichkeiten gibt es in der Innenstadt reichlich und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten lassen sich sehr gut per Fuß erreichen.

Blick vom Reichenturm