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Der Weihnachtsmarkt in Jena

HanfriedEin Teppich von weißen Flocken hat sich über Jena ausgebreitet. Während die Berge rings um die Stadt in ein dichtes Kleid von Schnee und Eis gehüllt sind ist die Innenstadt nur mit einem leichten Flaum des Winters bedeckt. Der Schnee am Marktplatz reicht aber aus, um dem ehrwürdigen Johann Friedrich auf seinem Denkmalssockel die Sicht zu nehmen. Sein Bart und seine Augen sind mit Schnee bedeckt und er kann den Trubel da unter sich kaum erkennen.

Hanfried, so wird der Gründer der Jenaer Universität von den Einwohner genannt. Sein Denkmal steht inmitten des historischen Marktplatzes und so wird er immer Zeuge und Teilnehmer aller Jenaer Stadtfeste.

Wahrscheinlich gefällt ihm von allen festen und Veranstaltungen da rings um ihn herum der Weihnachtsmarkt am besten. Erstmalig im Jahr 1803 erwähnt hat der Jenaer Weihnachtsmarkt wahrlich eine alte Tradition. In den 4 Wochen vor dem Weihnachtsfest treffen sich hunderte von Einzelhändlern, Handwerkern und Gastronomen um einen der schönsten Weihnachtsmärkte von Thüringen zu betreiben. So zieht es seit zwei Jahrhunderten in jedem Jahr Zehntausende von Einheimischen und Gästen in die Altstadt von Jena. Sie alle lieben diesen Markt inmitten historischer Gebäude und Fassaden wie dem Rathaus, der Göhre, dem Pulverturm und anderen Sehenswürdigkeiten der Zeiss-Stadt.

TurmbläserAuch wenn Hanfried durch seine Binde aus Schnee nichts sehen kann so wird er doch den verlockenden Duft von Gebratenem und Gebackenem riechen können. Da steigt aber nicht nur der Duft der berühmten Thüringer Bratwurst auf. Wie immer in der Adventszeit gibt es Leckereien aller Art udn natürlich darf auch der Glühwein nicht fehlen.

Jeden Tag um 17 Uhr ertönt Blasmusik aus den Fenstern des Turmzimmers im historischen Rathaus. Weihnachtliche Klänge schallen über den Marktplatz und lassen nicht nur Hanfried als Denkmal ganz andächtig lauschen. Die klare und kühle Luft trägt die weihnachtlichen Melodien quer durch die Jenaer Altstadt und wird auch diejenigen daran erinnern, die in ihren Stuben am warmen Ofen sitzen: Es ist bald Weihnachten.

Wer zum Urlaub in Thüringen weilt oder selbst Einwohner des Freistaates ist sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen und Jena in der Adventszeit einen Besuch abstatten. Parkplätze sind in der Regel ausreichend vorhanden oder man reist einfach bequem mit der Bahn an.

Die Öffnungszeiten für den Jenaer Weihnachtsmarkt 2012 sind:

Täglich vom 26. November bis zum 23.Dezember 2012 in der Zeit von 10 – 21 Uhr.

Kommen sie vorbei und lernen sie Jena, den Weihnachtsmarkt und natürlich Hanfried kennen.

Weihnachtsmarkt

Herbstliches Thüringen


Der Freistaat Thüringen liegt in der Mitte Deutschlands und wird nicht umsonst als dessen „Grünes Herz“ bezeichnet. Hier findet der Besucher eine beeindruckende und faszinierende Landschaft mit weiten Wäldern, sanften Hügeln und Bergen, rauschenden Bächen und Flüssen vor. Mittelalterliche Burgen, herrschaftliche Schlösser, alte Fachwerkhäuser und traumhafte Kleinstädte mit dem Charme von Klassik und Romantik sind hier reichlich anzutreffen. Hier findet man aber auch die weltbekannten Zentren der Optik, der Feinmechanik und der Wissenschaft wie Jena und Erfurt. Genau diese Mischung macht einen Urlaub in Thüringen so reizvoll.

Die meisten Gäste kommen aber wegen der schönen Landschaft, die zu jeder Jahreszeit ihren Zauber auf Einwohner und Besucher ausübt. Die großen Flächen an Misch- und Laubwäldern mit unterschiedlichen Baumarten schaffen besonders in den Herbstmonaten eine spezielle Atmosphäre.

Die Bäume sind herbstlich mit farbigem Laub geschmückt. Goldene Farbtöne wechseln sich mit dem Rot und dem Grün der verschiedenen Kleider der Laubbäume und Wiesen ab. Weiße Birkenstämme harmonieren mit den gelben Nuancen der am Waldboden liegenden Blätter, das Gelb der Baumkronen bildet einen imposanten Kontrast zum Blau des Oktoberhimmels.

Über den Flüssen und Tälern liegen am Morgen die Nebelschleier, während die Kuppen der Berge und Hügel bereits die Strahlen der Sonne spüren. Ein kleiner Ausflug auf die Anhöhen lässt den Alltag vergessen und die Bedeutung und Schönheit der Natur wieder in unser Bewusstsein rücken.

Man kann verstehen, warum es einst berühmte Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe oder Friedrich Schiller so oft hinaus in die Landschaft der Thüringer Berge und Wälder verschlagen hat. Hier sind zahlreiche ihrer Gedichte und Werke entstanden. Viele von ihnen sind wahrscheinlich unter dem Eindruck des speziellen Flairs der herbstlichen Thüringer Wälder geschrieben worden.

Genießen sie einfach ein paar Eindrücke des Thüringer Waldes, entstanden im sonnigen Herbst des Jahres 2012. Verpassen sie nicht die nächste Gelegenheit und statten sie dem Freistaat der Klassiker und Denker, dem grünen Herzen Deutschlands einen Besuch ab, und vielleicht genau dann, wenn sich zu dem Grün noch die Farben des Herbstes gesellen.

 

Der Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich

TurmEs gibt zahlreiche wunderschöne Ausflugsziele in Deutschland, die besonders an sonnigen Herbsttagen einen besonderen Reiz ausstrahlen. Eines dieser Ziele liegt in Thüringen. Im Nordwesten des Freistaats, der auch gern als das grüne Herz Deutschlands bezeichnet wird, liegt inmitten wunderbarer Wälder der Ort Hainich.

Vor einigen Jahren wurde dort in dem ohnehin gern besuchten Nationalpark Hainich eine besondere Attraktion aufgebaut – der Baumkronenpfad. In luftiger Höhe zwischen und über den Baumkronen der umgebenden Bäume kann man bequem eine kleine Wanderung unternehmen.
Auf zwei in Schleifen führenden Wegen von jeweils 238 und 308 Metern Länge kann man die fantastische Aussicht auf prächtige Bäume genießen, die besonders in der Farbenpracht des Herbstes einen imposanten Eindruck hinterlassen. Eine solche Perspektive hat man sonst wahrscheinlich nur aus einem Helikopter oder einem Flugzeug heraus.

Der Baumkronenpfad befindet sich an der Thiemsburg unweit der Kurstadt Bad Langensalza. Die Anfahrt zum Baumkronenpfad ist aus allen Richtungen gut ausgeschildert. Parkplätze sind zwar reichlich vorhanden, aber man sollte je nach Besucherandrang ein paar Minuten Wartezeit vor der Schranke einplanen.Das Warten wird aber dann im Wald und auf dem Baumkronenpfad mit einem fantastischen Flair und Ausblick belohnt. Immerhin wurde der Nationalpark Hainich nicht umsonst im Jahr 2011 in die Liste des Weltnaturerbes der UNESCO aufgenommen.

Neben dem Baumkronenpfad, dessen Besuch auf jeden Fall empfehlenswert ist, kann man natürlich auch stundenlang auf herrlichen Waldwegen durch den Nationalpark Hainich streifen und einen Buchenurwald bewundern, den man in dieser Form in Deutschland wahrscheinlich nur noch sehr selten vorfinden kann. Wenn man Glück und Geduld hat, und der Besucheransturm sich in Grenzen hält,  dann kann man neben Fledermäusen, Mardern und zahlreichen Vogelarten auch eine der im Park vorhandenen Wildkatzen beobachten.

Diese Tour in den Hainicher Nationalpark kann man natürlich nicht nur an sonnigen Herbstwochenenden unternehmen.  Wenn man in der Nähe von Hainich wohnt oder gerade Urlaub in Thüringen macht dann ist der Besuch des Parks mit dem Baumkronenpfad sicherlich ein MUSS. Auch Kinder werden ihre Freude an einem solchen kurzweiligen Ausflug haben.

 

Baumkronenpfad im Herbst