Winter auf der Wartburg

Winterpanorama

Die Wartburg hoch oben über dem thüringischen Eisenach ist wahrscheinlich eine der bekanntesten Burganlagen in Deutschland. Sie gehört immerhin seit 1999 zum Weltkulturerbe und dies auch aus gutem Grund. Sie ist eine der Burgen Deutschlands, die im hohen Maße mit der Geschichte des Landes verbunden ist.

In den Räumen der Wartburg wurden in den Jahrhunderten ihres Bestehens wichtige Entscheidungen gefällt, deren Tragweite weit über die Landesgrenzen hinaus ging. Und es soll sogar einmal ein berühmter Gast der Burg mit dem Tintenfass nach dem Teufel geworfen haben. Auch wenn diese Geschichte nicht wirklich geschichtlich belegt ist, sie hat sowohl Luther und auch der Wartburg noch mehr Berühmtheit eingebracht.

WegDie heutigen Besucher der Burg interessieren sich aber nicht nur für die Geschichte der Anlage, sondern wollen natürlich auch in erster Linie dieses beeindruckende und imposante Gebäude mit allen Nuancen erkunden und besuchen.

Die waldreiche Umgebung der Wartburg lädt ohnehin zu Wanderungen ein, bei denen die Besichtigung der traditionsreichen Burg ein Teil sein kann. Man kann die Burg auf verschiedenen Wegen erreichen. Je nach Kondition und Wanderlust kann man entweder bis dicht vor die Anlage mit dem Auto fahren oder aber auch eine lange Wanderung auf die Hohe Sonne durch die Drachenschlucht direkt von Eisenach aus angehen.

Jede Jahreszeit hat ihren Reiz und so erscheint auch die Wartburg in jeder Saison in einem anderen Flair. Der momentane Winter mit seinem Schneereichtum und der klirrenden Kälte verleiht wohl allen Burganlagen in Europa einen wahrlich kalten und mittelalterlichen Eindruck. Man kann sich ein wenig in diese alte Zeit zurück versetzen, als solche Winter mit dieser Kälte eine wirkliche Herausforderung für Bewohner von Dörfern und Burgen waren. Wenn man sich die riesigen Burgräume anschaut, dann kann man sich vorstellen, wie schwer das Beheizen der gesamten Anlage gewesen sein muss.

KanonenDies alles berührt den heutigen Besucher der Wartburg nur ganz am Rande. Man kann aber den Winter auf der Burg in voller Romantik genießen. Die Dächer sind mit langen Eiszapfen behangen, die kleinen Kanonen im Innenhof sind schneebedeckt und der verzierte Brunnen ist kaum noch zwischen Schnee und Eis zu erkennen.

Die Schneekristalle verleihen dem altwürdigen Anwesen ein schönes Flair, von dem man im wahrsten Sinne des Wortes geblendet ist. Der Blick von der Burgmauer schweift hinunter auf die weißen Baumkronen, die wie große Kissen im Tal liegen.

Man hat wirklich richtig entschieden, wenn man an einem so winterlichen Tag den Weg nach Eisenach und hinauf auf die Wartburg gewählt und gefunden hat.

Blick

 

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